2017-03-28 - Shakespeare – einmal anders!

Am Mittwoch, den 8. März 2017, konnte die Robert-Schuman-Europaschule einen besonderen Gast empfangen: Patrick Spottiswoode. Die gesamte Oberstufe und auch Teilkurse von den benachbarten Gymnasien versammelten sich im Forum, um einen Vortrag über Shakespeare anzuhören. Dieser dauerte 90 Minuten und wurde in englischer Sprache gehalten.
Viele Schüler begegneten dem Vortrag eher skeptisch und erwarteten 90 Minuten voller Langeweile. Doch Patrick Spottiswoode brauchte nur zu beginnen und überraschte uns alle. Er erzählte nicht einfach über Shakespeares Leben, sondern brachte uns die damalige und heutige Zeit näher. Das gesamte Publikum zog er in seinen Bann durch seine lebendige Art und Weise zu erzählen. Über seine Gesten, seine Mimik, seine Körpersprache und seine Betonung wurde man als Zuschauer mitgerissen. Auch bezog er das Publikum ein und stellte z.B. eine shakespeare_03.jpgBesonderheit an Shakespeares Stücken veranschaulicht dar. Ein Mann sollte in einem Shakespearedrama eine Frau spielen, die sich im Laufe der Handlung als Mann ausgeben musste, aber in Wahrheit eine Frau war. Dadurch entwickelten sich dann komplizierte und humorvolle Liebesgeschichten, denn als Zuschauer kennt man die Wahrheit. Beachten sollte man, dass früher immer eine Frau shakespeare_04.jpgvon einem Mann gespielt wurde, da Frauen nicht auf die Bühne durften.
Auch fragte er nach, ob jemand von uns Shakespeare gelesen habe und tatsächlich gab es auch Schüler im Publikum. Die betreffende Schülerin beschrieb Shakespeare als schwer verständlich, da die Sprache alt sei und man nicht alle Begriffe die verwendet werden kenne. Doch Patrick Spotttiswoode erzählte, dass Shakespeare zu seiner Zeit die englische Sprache veränderte und damals Menschen Probleme hatten sein Stück zu verstehen, da die verwendete Sprache so neu war. Zu Shakespeares Zeiten waren die Engländer nicht stolz auf ihre Sprache, da die Wörter so kurz waren und Latein, die damalige Weltsprache, immer sehr lange Wörter hatte. So brachte Shakespeare neue Wörter in die englische Sprache und leitete Vieles aus der lateinischen und griechischen Sprache ins Englische ab.
shakespeare_01.jpgImmer wieder brachte Patrick Spottiswoode das Publikum zum Lachen und Schmunzeln.

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Er nahm auch diejenigen Schülerinnen und Schüler mit, die keine guter „Englischversteher“ sind, und ließ seine Gesten für sich sprechen. Es fühlte sich nicht an wie ein abgehobener Vortrag.  Er stand genau vor dem Publikum und agierte mit uns. Spielerisch vermittelte er Informationen und brachte uns Shakespeare und die englische Sprache auf eine besondere Art näher.
Wir möchten uns bedanken, dass uns diese Chance gegeben wurde, und hoffen, dass die nachfolgenden Jahrgänge auch die Möglichkeit haben, Shakespeare über Patrick Spottiswoode kennenlernen zu dürfen.
von Julia Kretschmer (11. Jahrgang/EF)

>>> Interview mit Patrick Spotttiswoode als PDF