2016-05-24 - Eine Portion Glück

Seit einigen Wochen beschäftigen sich die 27 Schülerinnen des Kulturforscher-Kurses des 9. Jahrgangs gemeinsam mit ihrer Lehrerin Frau Schulz mit dem Thema Glück. Dabei beschäftigten sie sich auch mit der Bedeutung von Glück im allgemeinen Kontext.

glueck_16_01.jpgGlück ist ein sehr schönes Gefühl, welches jeder von uns wohl schon einmal gespürt hat. Dieser eine Moment, in dem man sich einfach nur wohlfühlt und in dem die Zeit kurz stehenbleibt. Zu diesem Augenblicksgefühl gibt es jedoch auch eine Menge Fragen. Was ist das Glück eigentlich? Wie wird es definiert und wie kann ich es erreichen?
Glück ist sehr individuell. Die Einen verspüren Glück, wenn sie eines ihrer Ziele erreicht haben, die Anderen hingegen sind glücklich, wenn Sie Zeit mit ihren Liebsten verbringen. Was uns aber selbst glücklich macht, müssen wir erst einmal herausfinden. Manch einer weiß es vielleicht sogar schon.
In der Vergangenheit haben sich die Menschen bereits intensiv mit diesem Thema beschäftigt. Heutzutage ist die Glückswissenschaft weiter fortgeschritten. Der berühmte Glücksforscher Paul Dolan zeigt auf, dass wir unseren Fokus mehr auf die Leidenschaften und die Personen, die uns ein Gefühl von Glück vermitteln, legen sollten. Laut Dolan kann man ein dauerhaftes Gefühl von Glück hervorbringen, wenn man sein Leben danach gestaltet: Dann nämlich, wenn man mehr Zeit mit Menschen verbringt, die einem wirklich gut tun, und sich mehr Zeit für Dinge nimmt, die einem wirklich gut tun. Dolan beschreibt zudem, dass wir uns auch ein sogenanntes "Stimmungstagebuch" anlegen können, falls wir uns nicht im Klaren darüber sind, was unser Herz höher schlagen lässt.
glueck_16_02.jpgZunächst befassten sich die Kulturforscher des 9. Jahrgangs mit typischen Glückssymbolen wie Kleeblättern und Scherben, die ja bekanntlich Glück bringen sollen, und deren geschichtlichen Hintergründen. Schweine beispielsweise brachten die Menschen früher durch den Winter und spendeten ihnen Wärme und Nahrung. Hierdurch wurden sie zum Inbegriff von Glück.
Anschließend wurde von den Schülerinnen eine Woche lang ein „Glückstagebuch“ geführt, in welchem sie Fragen wie „Wer aus meinem Umfeld ist ein ansteckend glücklicher Mensch?“ beantworteten.
Aus den Ergebnissen dieser Tagebücher entstanden daraufhin selbstgestaltete Teller, auf denen die Schülerinnen ihre Glücksmomente mit Worten und Zeichnungen darstellten. Die Wahl des Gegenstandes fiel deshalb gerade auf Teller, da diese in früheren Zeiten als Erinnerungsgegenstand angesehen und beispielsweise für Hochzeiten mit den Namen des Paares gestaltet wurden.
Beim Betrachten der Teller wird besonders deutlich, dass für jeden Menschen Glück etwas Anderes bedeutet. Für den Einen mag es die Erleichterung sein, nach einem Besuch des London Eye wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Für den Anderen impliziert Glück die Freiheit zu träumen. Glück und Zufriedenheit stehen in engem Kontakt miteinander. Wenn wir uns selbst gut fühlen und glücklich sind, übertragen wir laut Dr. Eckart von Hirschhausen unsere Gefühle auch auf andere Menschen. Demnach ist das Gefühl von Glück sehr wohl übertragbar.

Die Schülerinnen präsentierten ihre Kunstwerke im Rahmen einer Vernissage am Montag, 23.05.2016, um 11.30 Uhr im Eingangsbereich der Schule unter dem Titel: „Bringen Scherben Glück?“ bzw. „Tiere balancieren Tassen auf dem Kopf!“ Auch in den nächsten Wochen kann man die Arbeitsergebnisse der Schülerinnen und Schüler im Eingangsbereich des Hauptgebäudes auf sich wirken lassen.

Marie Behrla und Alina Steinhauer
(Schülerinnen des 11. Jahrgangs bzw. der Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe)