Simulation des europäischen Parlaments

Europa – hautnah: Eine Simulation des europäischen Parlaments im Rathaus Mönchengladbach-Rheydt

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Gesetze verändern, Meinungen vertreten und ein Einblick in das europäische Parlament?
Dies alles hat die SimEp den Schülern der Robert-Schuman Gesamtschule ermöglicht. Die SimEp ist eine Simulation des europäischen Parlamentes, bei der Schüler die Möglichkeit haben die Meinungen verschiedener Parteien zu vertreten.
„Demokratie heißt, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen“, dies hat Max Frisch gesagt und trifft auf die SimEp zu.

euoparlament_3.jpgEinmal im Jahr findet die Simulation statt, welche von den Jungen Europäischen Fördererlisten (JEF) organisiert und veranstaltet wird. Die Jungen Europäischen Fördererlisten sind eine Organisation, welche sich für ein gemeinsames Europa einsetzt und immer wieder Veranstaltungen zu Europa organisiert.
Bei der SimEp 2015 traten 80 Schüler aus NRW zusammen und haben gemeinsam Gesetzesvorschläge zum Thema Asylpolitik entworfen.
Es wurden die Parteien aus dem europäischem Parlament übernommen. Darunter befand sich die Nordische Grüne Linke / Vereinigte Europäische Linke (NGL/GUE), die Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa (ALDE), die Europäische Volkspartei (EVP), die Progressive Allianz der Sozialdemokraten (S&D) und die europäischen Konservativen und Reformisten (EKR).

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Jeder Schüler musste die Meinung seiner Partei vertreten und diese Rolle annehmen. Zunächst trafen sich die Abgeordneten der Parteien in verschiedenen Räumen und setzten sich mit dem Standpunkt ihrer Partei auseinander. Diese Treffen wurden von Betreuern der JEF eingeleitet und begleitet. Zudem wurde ein Parteivorsitzender gewählt. Die Parteien bekamen einen Gesetzesvorschlag zum Thema Asylpolitik und mussten diesen unter Beachtung des Standpunktes der Partei bearbeiten. Dieser euoparlament_2.jpgGesetzesvorschlag bestand aus neun Paragraphen. Jede Partei durfte nur drei Vorschläge auf Änderung eines Paragraphen einbringen. Um die Meinung seiner Partei in den Gesetzesvorschlag einbringen zu können, mussten die Parteien Koalitionen bilden. Es gab eine Deadline, um ausformulierte Vorschläge auf Änderungen einbringen zu können. Nach der Abgabe haben sich alle Schüler in einem Ratssaal getroffen und haben über den Gesetzesvorschlag und seine Änderungen abgestimmt. Diese Abstimmung wurde von Reden der einzelnen Fraktionsvorsitzenden eingeleitet. Danach wurde eine freie Diskussion geführt, an der sich alle Abgeordneten beteiligen konnten. Am Ende wurde eine endgültige Abstimmung über die eingebrachten Vorschläge auf Änderung durchgeführt.

Von den Schülern gab es positive Rückmeldungen. Einige der Schüler wollten sogar weiter debattieren. Dies aber ging nicht, da die Zeit knapp wurde.

Geschrieben von Julia Kretschmer, Josephine Mainz, Timo Radszun und Marc Zünkler (alle 10E)