Leseförderung

„Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Fantasie“

Inzwischen sind sie fest etabliert: unsere Lesestunden. Ungefähr einmal im Monat heißt es: Bücher raus, jetzt wird gelesen! Und zwar das, was jede und jeder gerade liest oder lesen möchte. Hauptsache, es ist ein Buch und hat im weitesten Sinne mit Literatur zu tun. Außer Comics und Zeitschriften ist fast alles erlaubt. Dabei muss der Ort des Lesens nicht unbedingt das Klassenzimmer sein. So sieht man in den Lesestunde auch Klassen lesend auf dem Schulhof, auf den Pausenbänken oder auf dem Basketballfeld. Sogar die Tischtennisplatten wurden als ‚Leseunterlage’ umfunktioniert. Dabei scheint es allen Beteiligten Spaß zu machen, so kommt inzwischen von vielen Schülerinnen und Schülern häufig die Frage: „Wann haben wir denn wieder Lesestunde?

U. Samland-Köhler


Leben ohne Bücher ist möglich, aber sinnlos“ (frei nach Loriot)

Es ist erschreckend ruhig auf den Fluren der Robert-Schuman-Europaschule. Öffnet man eine Klassentür, so findet man Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer lesend vor. Nichts Ungewöhnliches meint man, doch spätestens beim Öffnen der nächsten Tür wird klar, dass etwas anders ist als sonst. Sogar Hausmeister und Sekretärinnen lesen: Romane, Sachbücher und Biographien. Jeder in der Schule liest. Aber wie kann das sein? Es ist wieder einmal Lesestunde in der RSE. Schon seit zehn Jahren wird einmal im Monat eine Schulstunde lang gelesen. In dieser Stunde findet kein Fachunterricht statt, stattdessen kann man sich in eine andere Welt begeben, die man sich selber ausgesucht hat. Mag es die Welt von Catniss Everdeen oder eine fremde Galaxie sein, mag es die Fußballwelt in einer Biographie von Günter Netzer oder die in einem von John Greens Liebesromanen sein.

Heute aber, am 20.11.2015, steht die Lesestunde unter einem besonderen Stern: Es ist bundesweiter Vorlesetag. Dieser wird zum zwölften Mal von der Tageszeitung „Die Zeit“, der Stiftung Lesen und der deutschen Bahn-Stiftung veranstaltet. Kinder und Jugendliche sollen durch ein selbst gewähltes Buch Freude am Lesen finden und ihre Lesekompetenz stärken. Anders als beim bundesweiten Vorlesetag liest bei uns jeder für sich, und zwar das, was ihm gefällt und was ihn begeistert. Den Schülern scheint es zu gefallen, denn man vernimmt oft ein bedauerndes „Och, schon vorbei“ am Ende der Lesestunde. Aber keine Sorge: Die nächste Lesestunde kommt bestimmt.

Also: Schnappt euch ein Buch, sucht euch eine ruhige Ecke in der Klasse und genießt eure Lesestunde!
Dieser Artikel von Marie Behrla (11. Jahrgang) wurde auf der Schulhomepage am 20.11.15  veröffentlicht.