Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

"Klare Ergebnisorientierung mit erweiterter Schulautonomie und konsequenter Rechenschaftsle-gung begünstigen gute Leistungen." (OECD, Nov. 2002)
Dieses Zitat der OECD umschreibt grob den Reformprozess, in dem sich das deutsche Schulsys-tem derzeit befindet. Dies bedeutet auf der einen Seite mehr Eigenverantwortlichkeit und Gestal-tungsspielräume für die einzelne Schule, aber andererseits auch die Notwendigkeit, Rechenschaft darüber abzulegen, inwieweit es ihr gelingt, bundesweit vorgegebene Bildungsstandards in Form von Richtlinien und Kernlehrplänen zu erfüllen.
Lernstandserhebungen in der Klasse 8, die zentralen Prüfungen am Ende der Klasse 10, das Zent-ralabitur, sowie die externe Qualitätsanalyse (Schulinspektion) dienen diesem Zweck der konse-quenten Rechenschaftslegung, weil ihre Auswertung klare Aussagen über die Qualität der Arbeit an jeder einzelnen Schule, aber auch in Nordrhein-Westfalen insgesamt ermöglicht.

Umgang mit zentralen Prüfungen: Lernstand 8, Prüfungen 10 und Zentralabitur

Zentrale Prüfungen verfolgen 3 grundsätzliche Ziele:

  • Sie sollen Standards und Anforderungen transparenter machen.
  • Sie sollen Leistungen innerhalb der Schule, aber auch schulübergreifend vergleichbarer machen.
  • Sie sollen eine größere Gerechtigkeit bei der Vergabe von Abschlüssen ermöglichen.

Vor diesem Hintergrund werden an der Robert Schuman Europaschule die Lernstandserhebungen und die zentralen Prüfungen von den FachlehrerInnen sorgfältig korrigiert und ausgewertet, um dann die Ergebnisse in den Fachkonferenzen zu diskutieren. Falls sich bei diesen zentralen Über-prüfungen, aber selbstverständlich auch bei anderen Leistungsüberprüfungen, Schwachpunkte oder Defizite in einzelnen Kompetenzbereichen der SchülerInnen zeigen, werden Lösungswege auf didaktischer und / oder methodischer Ebene zu deren Verbesserung gefunden.

Dass unser Konzept Früchte trägt, lässt sich leicht an den Ergebnissen der bisherigen zentralen Leistungsfeststellungen ablesen: Sowohl bei den Lernstandserhebungen in Klasse 8 als auch bei den teilzentralen Abschlussprüfungen in Klasse 10 sowie im Zentralabitur erreichten unsere Schü-ler/innen im landesweiten Vergleich durchschnittliche und bessere Ergebnisse.

Unterrichtsentwicklung

Um bei der curricularen Entwicklung immer auf dem neuesten Stand zu sein und mögliche Modifikationen in den schulinternen Lehrplänen im Hinblick auf Unterrichtsinhalte, aber auch auf didaktische und methodische Vorgehensweisen vorzunehmen, hat die Schulkonferenz folgende Vorgaben verabschiedet:

  • Die Fachkonferenzen beraten jährlich über die Erreichung der durch die Kernlehrpläne bzw. Richtlinien vorgegebenen Kompetenzen.
  • Die Fachkonferenzen beraten über Materialien, die diese Kompetenzerreichung ermöglichen.

Diese Vorgehensweise sowie die Evaluation zentraler und dezentraler Leistungsüberprüfungen ermöglichen in geeigneter Weise die Weiterentwicklung unterrichtlichen Handelns.

Selbstevaluation

Neben der Fremdevaluation durch zentrale Erhebungen seitens des Ministeriums sind für unsere Schule verschiedene Formen der Selbstevaluation unverzichtbare Maßnahmen, die Qualität von Unterricht zu verbessern.
So werden in mehreren Jahrgängen Parallelarbeiten geschrieben, d.h. dass KollegInnen Klassen- bzw. Kursarbeiten oder Klausuren gemeinsam planen, ihre unterrichtliche Vorbereitung und Durchführung darauf abstimmen und die Ergebnisse einheitlich bewerten. Damit lassen sich klassen- und kursübergreifende Aussagen über Stärken und Schwächen unterrichtlichen Handelns, aber auch Leistungsfähigkeit und –bereitschaft einzelner Lerngruppen machen.
Auch Fragebogen zu den Zielen, zur Gestaltung, zum Klima und zur Wirksamkeit von Unterricht, die an SchülerInnen und Lehrerinnen gerichtet sein können, sowie die kollegiale Hospitation unter KollegInnen stellen geeignete Mittel zur Identifikation von Schwachstellen und damit zur Verbesserung von Unterrichtsqualität insgesamt dar.
Auch außerunterrichtliche Evaluationen sind an unserer Schule selbstverständlich. So wird die Qualität und Akzeptanz von Informationsveranstaltungen, dem Tag der offenen Tür oder Elternsprechtagen durch entsprechende Rückmeldungen durch Eltern und SchülerInnen immer wieder auf den Prüfstand gestellt.