KommMit

Fördern statt Sitzenbleiben

Im Rahmen der Initiative „Komm mit! Fördern statt Sitzenbleiben" wird versucht, die Zahl der Sitzenbleiber schrittweise zu reduzieren, ohne die Leistungsanforderungen zu mindern. Die Initiative wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.
Eine Datenaufnahme umfasst die Erhebung der Sitzenbleiberquoten, die Erfassung der Unterrichtsfächer mit Minderleistungen, schuleigene Förderkonzepte, eine Befragung von Schülern und Lehrern zu Einstellungen und Hintergründen der Einschätzung des Instruments „Sitzenbleiben“. Die Schulen erhalten eine kommentierte Rückmeldung zu ihren Daten, um so die weitere Förderung besser planen zu können.

Ziel an der RSE

Ein „Sitzenbleiben“ ist an Gesamtschulen nur in den Jahrgängen 9 und 11 möglich. Demzufolge stehen diese beiden Jahrgänge im Blickpunkt unserer Förderung. Schüler mit Defiziten in einzelnen Fächern und/oder allgemeinen Lernschwierigkeiten werden individuell gefördert, um eine Wiederholung der Stufe zu verhindern und ihnen den Weg zum bestmöglichen Abschluss zu ebnen.

Diagnose

9. Jahrgang:
Auf der Basis der Lernstandserhebungen, der Kursabschlussnoten und Einschätzungen der Klassen- und Beratungslehrer zum allgemeinen Lernverhalten und zur Abschlussprognose der einzelnen Schüler am Ende des 8. Jahrgangs werden Schülergruppen von 8 – 10 Schülern fächerbezogen zusammengestellt.


11. Jahrgang:
Die Abschlussnoten und die Kurszugehörigkeit (GK oder EK) am Ende des 10. Jahrgangs sowie die ersten Erfahrungen der Fachlehrer am Anfang der 11 führen zu der Kurszusammenstellung von 10 bis 12 Schülern.

Durchführung

Sowohl im 9. als auch im 11. Jahrgang wird eine Wochenstunde pro Hauptfach Deutsch, Englisch und Mathematik angeboten. Der Unterricht findet in Stunden statt, in denen kein regulärer Unterricht angesetzt ist.
Jahrgangs- und fächerübergreifend hat der Unterricht folgende Kernaufgaben:

  • Aufarbeitung von Basiskompetenzen
  • Unterrichtsbegleitende Förderung
  • Individuelle fachbezogene Begleitung

Evaluation

Eine externe Evaluation erfolgt durch die wissenschaftliche Begleitung der „Komm-mit-Initiative“, indem die Schule stufen- und fächerbezogene Ergebnisse an das Institut übermittelt.
Intern werden in den Abteilungen 2 und 3 die Ergebnisse im Hinblick auf Sitzenbleiber und Schulabschlüsse evaluiert, um geeignete Maßnahmen steuern zu können.